WELT: Frau Dulkiewicz, Sie wurden mit 82 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt der Stadtpräsidentin von Danzig bestätigt. Als Stellvertreterin von Pawel Adamowicz hatten Sie es nach dessen Ermordung im Januar kommissarisch bekleidet. Wie sieht Wahlkampf vor dem Hintergrund einer solchen Tat aus?
Aleksandra Dulkiewicz: Das waren Wahlen, die niemand, wirklich niemand wollte. Aber nach dem Tod von Pawel Adamowicz musste eine Entscheidung getroffen werden, um unsere Politik zu legitimieren. Für mich ging es darum, das Erbe seiner Arbeit fortzuführen. Wissen Sie, der Wahlkampf war sehr kurz und auch deswegen intensiv, gerade die vergangene Woche.